Interview und Verlosung mit Nipparel

Nipper ist das umgangssprachliche Wort für Knirps, apparel der Begriff für Kleidung. Setzt man beides zusammen hat man den Namen eines tollen Labels für Baby- und Kinderkleidung, das im März letzten Jahres an den Start ging und sich mit seiner muschelweichen Baumwoll-Kleidung für eine bessere Welt einsetzt. Wir wollten genauer wissen, wie die Arbeit der Geschwister Caroline und Philipp Hatlapa, den Gründern von Nipparel aussieht und verabredeten uns zum Skype-Interview.

Hallo, Ihr  beiden, schön, dass es geklappt hat. Mögt Ihr Euch kurz vorstellen?

Caro: Wir sind Geschwister, drei Jahre auseinander und wollten schon seit langem gemeinsame Sache machen. Wir haben beide früh angefangen im Einzelhandel zu arbeiten und dies immer im textilen Bereich. Philipp vorwiegend im Online Marketing. Eines abends saßen wir zusammen, die Ereignisse in Bangladesh waren gerade aktuell und da uns selbst schon immer wichtig war, zu wissen, woher unsere Mode kommt, und wir schon immer einen Hang zu Nachhaltigem hatten, kam uns die Idee etwas eigenes in der Richtung zu machen.

Ihr habt selbst (noch) keine Kinder. Warum habt Ihr Euch entschieden nachhaltige Kindermode herzustellen?

Philipp: Bei Kindern entstehen immer mehr Allergien. zudem habe ich  selbst am eigenen Leib erfahren, obwohl ich schon erwachsen bin, dass in Mode von großen Ketten oft Chemie ist, die zu Hautirritationen führen kann. Ich habe Ausschlag bekommen. Gerade für Kinder ist es wichtig auf Mode zu achten, die ohne Krankmacher hergestellt wurde, da unser größtes Organ die Haut ist, über die alles aufgenommen wird. Daran wird aber noch gar nicht so gedacht. Man beschäftigt sich viel mit Ernährung und auch in der Automobilbranche wird zum Teil umgedacht, aber bei Mode ist man oft noch nicht so weit. Und so kamen wir dazu.

Caro: Ausserdem wohnten wir damals in eine Viertel, in dem es wahnsinnig viele kleine Kinder gab. so sind wir quasi über die vielen Kinderwägen und unsere Idee der Kindermode gestolpert. Das Thema war einfach präsent.Bildschirmfoto 2016-01-08 um 11.20.54Das heißt, Ihr denkt momentan noch nicht an eine Linie für Erwachsene? Die Mütter beispielsweise?

Philipp: Wir sind ja ein kleines Start-up. und da man, wenn man produzieren lässt, immer große Stückzahlen abnehmen muss, sind uns zur Zeit ein wenig die Hände gebunden. Aber die Idee ist schon da.

Caro: Aber es ist natürlich interessant. Da sich ja gerade werdende Mütter mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen. Das Thema Ernährung spielt hier eine große Rolle. Man denkt darüber nach wieviel Kaffee man trinkt und welche Lebensmittel besonders gesund sind. Ich denke, dass in Zukunft auch vermehrt darüber nachgedacht wird, was man anzieht. Man merkt ja schon daran, dass es nun an jeder Ecke einen Bioladen gibt und jeder Supermarkt eine Bioabteilung hat, dass sich Menschen immer mehr und mehr mit dem Thema auseinandersetzen.

Ihr legt großen Wert auf die Produktion in Deutschland legt. Wo genau stellt Ihr her?

Caro: Unser Produzent sitzt auf der Schwäbischen Alb. Diese ist die letzte Hochburg, auf der in Deutschland noch textil produziert wird. Dort kommt auch unsere Baumwolle her. Fast alles wird dort gefertigt. Allerdings gibt es ein, zwei zeitintensivere Produktionsschritte, die in einem zertifizierten Betrieb in Südeuropa ausgelagert werden müssen. Aber das ist zum Glück auch Europa und nicht Bangladesh, Indien oder ein anderes Billiglohnland.d6932c13597d69e83583dfb2923ed72c8bf46663

Um welche Arbeitsschritte handelt es sich da? 

Caro: Das ist das Nähen an sich. Dort braucht man viele Mitarbeiter und Maschinen. Hier wären die Kosten für unser kleines Unternehmen einfach nicht zu bewältigen.

Philipp: Der Stoff wird aber auf der Schwäbischen Alb gefertigt und auch bedruckt.Wir haben uns auch ganz bewusst GOTS-zertifizieren lassen um sicherzustellen, dass bei unserer Mode sämtliche Schritte wirklich nachvollziehbar sind. Dass alle Arbeitsschritte für unsere Kunden transparent sind. GOTS ist da sehr genau. Es gibt Kontrollbesuche in den einzelnen Produktionsstätten und wir müssen von jeder Charge ein Teil zum Test in ein Umweltinstitut schicken, wo es auf Rückstände geprüft wird.

Caro: Es gibt eine ganze Latte an Anforderunge, die auch uns betreffen. Auch in unserem alltäglichen Arbeiten müssen wir immer wieder drauf achten. Und wir möchten selbst natürlich auch am Ende sagen, dass bei uns wirklich alles stimmt. Das geht bis hin zum Packen unserer Pakete.

Ein wichtiger Aspekt ist ja auch der soziale: 

Caro: Ja, natürlich. Es gibt Sozialstandards, die erfüllt werden müssen. Es geht los bei der Arbeitssicherheit, über die Entlohnung bis hin zum Umgang mit Mitarbeitern. Die alles wird im Rahmen eines Audits abgefragt und überprüft.

Was für mich neu ist, und was ich in der Form auch bisher noch nicht gesehen habe, ist Eure Figur Nipp, von dem es ein Kinderbuch passend zur Klamotte gibt. Wie kamt Ihr denn darauf?

Bildschirmfoto 2016-01-08 um 11.22.30Philipp: Ach, das war auch wieder so ne Spinnerei von uns. Manchmal schiesst uns einfach etwas in den Kopf! Und wenn es gut läuft, setzen wir es am Ende sogar um 😉

Wir möchten unsere Kunden mit dem kleinen Nipp in unsere Nipparel-Welt entführen. Wir wollten damit ein Gesamtkonzept und einen Mehrwert erschaffen. In der Kindergeschichte wird das Thema Nachhaltigkeit leicht verständlich behandelt. Später wird es dann auch eine Weiterführung in der Kollektion und neuen Kollektionslinien geben. Zudem haben wir von Freunden mit  Kindern, denen wir das Buch mit nach Hause gegeben haben, sehr gutes feedback bekommen. Auch bei den Eltern gab es beim beim Vorlesen einen AHA-Effekt. Nun wissen auch die Erwachsenen warum wir unsere Kollektion so herstellen, wie wir es eben tun.

Caro: Es ist halt einen sehr charmante Art unser Anliegen mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Der kleine Nipp ist Daumennagel groß. Soll er eigentlich ein bestimmtes Tier darstellen?

Philipp: Für uns ist er ein Pandabär, was wir auch so kommunizieren. Er wurde aber auch schon für einen Eisbären gehalten. Man kann da auch gern anderes hinein interpretieren und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Dafür sind solche Figuren ja da.

Caro: Generell bietet der kleine Nipp noch ganz viel Raum zum Weiterspinnen. Wir können uns vorstellen einen ganze Welt zu erschaffen. Irgendwann bestimmt auch mit Stofftier und anderen Dingen, die Kinder gern mögen.

Philipp: Ja, und wir können wieder Kind sein und gedanklich herumspinnen. Im Alltag dürfen wir es ja nicht, aber mit Nipparel haben wir wieder die Möglichkeit. Ich finde, das sollte man sich eh erhalten. Oft wird angesprochen, dass wir selbst ja keine Kinder haben. Aber im Grunde genommen muss man sich nur an seine eigene Kindheit erinnern und hineinversetzen und dann fallen einem ganz viele tolle Dinge ein.

Was für ein schönes Schlusswort: Jeder sollte das Kind in sich bewahren 🙂

Caro und Philipp: Ja, genau!

Ihr wollt Euch nun selbst von der Qualität dieser GOTS-zertifizierten Baby- und Kindermode überzeugen? Dann macht mit bei unserem Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es ein Set aus Body, Sweat Pants, Pullover und dem Bilderbuch „Der kleine Nipp und die schwarze Perle“.

Ihr müsst dazu lediglich ein Kommentar hinterlassen, in dem Ihr erzählt worauf Ihr beim Kauf von Kinderkleidung achtet. Dies könnt Ihr hier machen oder auf Facebook oder auch auf Instagram. Wir wünschen Euch viel Glück!

 

kinderbuch-der-nipp-nipparelFotos und Illustrationen: PR