Zwei unter einer Jacke

Noam war ein Tragekind. Den Kauf eines Kinderwagens hätten wir uns im Grunde genommen sparen können. Sobald wir in hineinlegten, fing er an zu schreien. Also liessen wir es irgendwann sein und schnallten ihn uns stattdessen vor den Bauch und trugen ihn durch ganz Hamburg.

Kennt Ihr den Film „Away we go“? In dem macht sich ein Paar, das ein Kind erwartet auf die Suche nach dem zukünftigen Heim, in dem sich sich geborgen und zu Hause fühlt werden. Hierbei begegnen sie Freunden und Familienmitgliedern, die Ihnen unbewusst zeigen, was die beiden auf der Suche nach ihrem Glück nicht wollen. Eine urkomische, sehr überzogen Szene zeigt Maggie Gyllenhaal als Hippiemutter, die den mitgebrachten Buggy, der ein liebgemeintes Geschenk sein sollte, angeekelt aus dem Haus schmeisst, da sie ihn als Teufelszeug sieht, mit dem sie ihr Kind von sich wegstoßen soll. Und ein bisschen ist es ja auch. Das Kind liegt isoliert von uns in einem Wagen und wird vor uns hergeschoben.  Nun habe ich gelernt, dass es einige Kulturen gibt, in denen Kinder in den ersten Monaten ununterbrochen am Körper der Mutter gehalten werden. Bei den Yequana, einem Indianervolk im Amazonas beispielsweise werden die Kinder bis zum Krabbelalter rund um die Uhr am Körper getragen und auf Bali ist es Brauch die Füße eines Säuglings in den ersten Monaten nicht den Boden berühren zulassen. Einen sehr interessanten Artikel aus der Zeit über die Yekana und ihren Umgang mit Kindern, der den Kleinen sehr viel Freiraum verschafft nachdem man in den ersten Monat bedingungslos auf alle Bedürfnisse eingegangen ist, findet Ihr hier.

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Aber zurück zu uns. Wir leben nicht am Amazonas und so kann es, wenn man sein Baby tragen möchten, im Winter schwierig werden etwas passendes zum Drüberziehen zu finden. Auch wenn es schön kuschelig ist und der erste Winter mit Noam der war, in dem ich das erste mal nicht gefroren habe, so braucht man dennoch eine Jacke, die man schliessen kann um sich von allen Seiten vor Wind und Wetter zu schützen. In meinem Fall konnte ich, da ich klein und schmal bin, auf einen klassischen Parka zurückgreifen, der mir eigentlich zwei Nummern zu groß war. Aber nun habe ich etwas noch praktischeres gefunden. Auf den Fotos seht Ihr eine Jacke von Finnside, die man jahrelang tragen kann.Möchte man die Jacke ohne Kind oder Bauch tragen, was ja auch vorkommen kann, trägt man sie einfach ohne jeglichen Einsatz.

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Unter dem Motto „Mutter werden, Mutter sein“ hat Finside ein System entwickelt, das in der Schwangerschaft und in jeder Phase danach passt. Ausgangspunkt ist ein klassischer, winddichter und wasserabweisender Anorak, in den man in der Schwangerschaft im Zip-in-Prinzip einen Einsatz einbringen kann, der genug Platz für den wachsenden Bauch bietet. Später wenn dann das Kind da ist, gibt es einen Einsatz, der exakt auf die Bedürfnisse vom getragenen Kind zugeschnitten ist. So ist er so geräumig, dass Noam, der jetzt 18 Monate alt ist, immer noch Platz daran findet. Zudem hat er eine Kapuze, mit der das Kind auch am Kopf vor jeder Witterung geschützt ist.

Eine ähnlich tolle Zip-In-Geschichte gibt es auch für die Kleinen. Schaut mal, in diesem Artikel vom Herbst seht Ihr Noams Winter-/ Übergangsjacke von Finkid.8C6B6759

Fotos: Ruth Kobbe