Die liebenswertesten Kinderapps

Fünf wirklich tolle Apps, an denen auch schon Kleinkinder Freude haben.

Seien wir doch mal ehrlich. Die wenigsten Eltern schaffen es langfristig, ihre Kinder von Smartphone, iPad und Co. fernzuhalten. Noam hatte schon mit drei Monaten das iPad in der Hand und die Tastatur in zwei Teile gesplittet. Ihr wusstet nicht, dass das geht? Wir bis dahin auch nicht. Und ich finde, wenn die Kleinen schon mit unseren Geräten spielen, dann sollen sie auch etwas mit Anspruch zu sehen bekommen. Im Grunde genommen, geht es ja darum den Kindern eine gewisse Medienkompetenz mit auf den Weg zu geben. Ein paar sehr interessante Punkte und Meinungen hierzu habe ich bei nido.de gefunden.

Dort wird zum Beispiel geklärt, ab wann Kinder Fernsehen dürfen:“Kinder entdecken im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren das Fernsehen für sich: einzelne Darstellungen von Objekten, Figuren und insbesondere Lieder und Töne. Zweijährige Kinder mögen schon Sendungen des Vorschulprogramms. ‚Der kleine Maulwurf’, ‚Das Sandmännchen’, ‚Chuggington’ oder ‚Das Baumhaus’ sind kurz, chronologisch, bieten eingebettet in eine positive Grundstimmung wenige, sympathische Figuren und ein Happy End. Kinder ab zwei Jahren können diese Sendungen verkraften, auch wenn sie sich eher äußerlich am Ton und am Aussehen erfreuen und die Inhalte der Geschichte zumeist noch nicht oder nur bruchstückhaft verstehen.” Sagt Sandra Fleischer, die Juniorprofessorin für Kindermedien an der Universität Erfurt ist.

Loopimal_Gallery_2.jpgNoam hat das Fernsehen noch nicht so richtig entdeckt. Er guckt schon mal hin, wenn lustige Trickfiguren auftauchen aber nach spätestens fünf Minuten geht er dann wieder spielen. Nun hat mich meine Freundin Lotsi, die selbst Illustratorin ist und viel Sinn für Ästhethik hat, gebeten mal einen Post über schöne Apps zu verfassen. Liebe Losti, hier kommen ein paar Apps, deren aussergewöhnliche Gestaltung jenseits der 08/15-Animationen, mich nachhaltig beeindruckt hat.

ICON_1024x1024.png1.Den Anfang macht Loopimal, was Ihr auch schon auf den zwei oberen Bildern seht. Nachdem ich Loopimal entdeckt hatte, musste ich es SOFORT herunterladen und blieb dann auch ersteinmal eine halbe Stunde daran hängen. Die entzückenden Charaktere und die Kombination aus diversen Pastellfarben hat mich sofort begeistert. Worum es geht: Mit der App können ganz intuitiv erste Soundloops kreiert werden. Hierbei steht jedes Tier für ein bestimmtes Instrument. Die Krake beispielsweise ist der Bass und der Vogel singt voller Inbrunst in den höchsten Tönen. Bis zu vier Tiere, also Soundloops können mit einander kombiniert werden, wobei die Figuren sich auch noch im Takt bewegen. Toll ist: es gibt kein Ziel und kein richtig oder falsch. Was zählt ist einfach die Freude an der Musik. Und ein großartiges, optisches Erlebnis. An dieser App haben auch Menschen ohne Kinder Spass.

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DogBiscuit_240.png2. Als nächstes möchte ich Euch DogBiscuit vorstellen. Eine Mal-app. Worum es geht: zu Beginn steht der kleine Hund, den man in unterschiedliche Kostüme stecken kann in einer völlig kahlen, weißen Welt. Nun geht es darum ihm diese zu erschaffen. Zu Beginn erweckt der User durch das Nutzen von Wachsmalstiften Obstbäume zum Leben, die dann vervielfacht eine Obstplantage voller reifer Früchte bilden. Auch am Strand und im Weltall tummelt sich der kleine Hund. Einen guten Einblick könnt Ihr Euch hier im Video verschaffen. Toll ist: es gibt auch hier kein richtig oder falsch. Es zählt nur die Kreativität und die Freude am Malen.DogBiscuit_iPhone5_1136x640_DE_02.jpg

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Fiete_Icon_1024.png3. Von Fiete hat mir Freundin Anneke erzählt. Im Dezember habe ich Euch schon die stimmungsvolle Adventskalenderapp vorgstellt. Nun habe ich auch endlich die Originalapp heruntergeladen. Und ich bin begeistert. Worum es geht: In 18 kleinen Szenen gilt es herauszufinden, was zu tun ist. So muss zum Beispiel das Brot mit Käse belegt werden, die Räder müssen ans Auto montiert werden , damit Fiete endlich weiterfahren kann und der Luftballon kann mit Hilfe einer Nadel zum Platzen gebracht werden.  Zudem gibt es auch zwei kleine Memoryspiele, bei denen es darum geht Zusammengehöriges zu finden. Toll ist: Fiete kommt komplett ohne Sprache aus und ist wirklich wunderschön illustriert.Für uns im Norden ist es ein absolutes Muss, denn: im Hintergrund rauscht das Meer, die Möven kreischen und hin und wieder ertönt das Schifferklavier. Heimat pur. Zudem für Eltern nicht nervtötend, sondern im Gegenteil, sehr beruhigend, wie meine Kollegin Miriam letztens voll Freude feststellte. Die App läuft bei uns im Büro den ganzen Tag ;). Hier findet Ihr noch mehr Infos.Fiete_06_nessie_1024_768.jpgFiete_09_balloon_1024_768.jpgFiete_12_umbrella_1024_768.jpg

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klangdings_app_icon.png4. Ähnliche Heimatgefühle wie Fiete löste das Walross im Icon der App „Klangdings“ bei mir aus. Könnt Ihr euch noch an Antje das Walross aus dem Zoo Hagenbeckt erinnern, das bis zu seinem Tod 2003 das Maskottchen des NDR war? Daran musste ich grad denken…Worum es geht: um das große Meeressäugetier nur sekundär. Vielmehr begibt sich das Kind hier auf eine akustische Entdeckungstour durch das Klanghaus. Im Wohnzimmer, im Bad und auf dem Dachboden tummeln sich lustige Figuren und Gegenstände, die die unterschiedlichsten Geräusche machen. Das Mädchen auf dem Boden sing lalala, die Murmeltiere hinterm Sofa bilden eine A Capella-Kombo und der Oktopus, den man aber erst einmal finden muss, spielt Akkordeon. Zudem spielen auch einige Bewohner des Hauses ein gemeinsames Lied für den User. Toll ist: die App wurde zusammen mit Kindern entwickelt. Auch hier gibt es kein Ziel. Es macht einfach Spass verrückte Charaktere und einen Geräuschkosmos kennenzulernen.05_klangdings_living_all3.jpg03_klangdings_bath_all2.jpg

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Bildschirmfoto 2016-01-27 um 17.32.58.jpeg5. Zum krönenden Abschluss gibt es eine App, die jetzt schon als Klassiker gilt. Ich habe sie noch gar nicht heruntergeldaen, werde dies aber bald tun. Schon drei Millionen Eltern sollen ihr Kinder mit ihrer Hilfe ins Bett bringen. Worum es geht: indem Kinder das Licht in der Umgebung des animierten Tiere löschen, bringen sie diese nach und nach zum Schlafen und findet somit bestenfalls auch selbst zur Ruhe. Zudem können sie die Namen der dreizehn Tiere in den verschiedensten Sprachen lernen.Toll ist: die oscarnominierte Künstlerin Heidi Wittlinger hat die Welt der App wunderschön mit Papier und Stift erschaffen. Während ich diese Zeilen schreibe, werde ich selbst schon ganz müüüüüde.

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Ich wünsche Euch einenschönen Abend und ein entspanntes Einschlafritual. Ob mit oder ohen App.