Das beste Lastenrad

Unterwegs mit dem Michelmobil.

Vor einigen Jahren war ich mit Freunden in Kopenhagen und sah sie das erste mal: Fahrräder, an denen vorn eine Kiste befestigt war, in der man allerhand transportieren konnte. Unter anderem auch Kinder. Ich war begeistert von den so genannte Christiania Bikes und dachte mir, wenn ich mal groß bin und Kinder habe, möchte ich auch so eins. Man muss dazu sagen, dass ich ohne Auto aufgewachsen bin, da meine Mutter keine Lust mehr hatte zu fahren und mein Vater, der aus Sri Lanka kommt, nie einen Führerschein gemacht hat. So war das Fahrrad schon immer Teil meines Alltags. Ich fuhr damit zur Schule und samstags erledigten meine Mutter, meine Schwester und ich den wöchentlichen Großeinkauf mit dem Zweirad und vollen Gepäckträgerkörben, Rucksäcken und gefährlich baumelnden Tüten an den Lenkern. So ein Lastenfahrrad hätte uns das Leben ungemein erleichtert. Leider kannte man es in Hamburg Schnelsen damals noch nicht.

Das Michel 2.4

Wie so oft im Leben kam es dann anders. Kurz bevor ich schwanger wurde, machte ich endlich den Führerschein und beschloss ein Auto zu kaufen, um nicht aus der Übung zu kommen und Fahrpraxis zu erlangen. Nun, nachdem unser gebrauchter Volvo ständig zur Reparatur muss, überlegen wir das Auto wieder abzuschaffen. Und so sind wir darauf gekommen, eins der neuen Lastenräder zu testen. Unsere Wahl fiel auf das Michel 2.4, dass speziell für den Transport von Kindern im Alltag entwickelt wurde. Kleinkinder, die schon sitzen können, nehmen auf der Bank platz und werden angeschnallt, Babys liegen sicher in einer speziellen Babyschale.

Michelmobil
Noam geniesst die freie Sicht während der Fahrt.

Das Michel 2.4 ist wie seine Brüder 2.0 und das Michel+  zu 100% in Deutschland, genauer gesagt am Rande Berlins gefertigt und in diversen Ausstattungen erhältlich. Unser Testmodell,  hat einen dunkelgrauen Rahmen, Verdeck und Sitzpolster sind weinrot. Eine super Kombi, wie ich finde. Ein wenig ungewohnt ist es schon, mit einem Dreirad zu fahren. Als ich das erste Mal abbiegen möchte, habe ich das Gefühl, wir würden gleich kippen. Unrealistisch, da der vordere Teil sicher auf zwei Rädern sitzt, aber ich muss erst einmal ein Gefühl für das Rad entwickeln. Vorausschauendes Fahren ist gefragt und Kurven wollen im großen Bogen genommen werden.

Aber schon beim zweiten Anlauf macht mir das alles gar nichts mehr aus und ich freue mich über die 7-Gang-Schaltung und darüber, dass ich Noam durch das Guckloch am Regenverdeck im Blick habe. Und obwohl ich sein Gesicht nicht sehen kann, lassen die uns entgegen kommenden Passanten darauf schliessen, dass er auch vergnügt ist. Wir werden von allen fröhlich begrüßt. So macht Fahrradfahren Spass!

Wir beschliessen einen Ausflug zu machen, damit Daniel das Gefährt auch ausgiebig testen kann. Und schon beim Packen fällt uns auf, dass an alles gedacht wurde. Auf der Sitzbank ist Platz für zwei Kinder und da Noam noch sehr klein ist, passt unsere dicke Picknickdecke und noch einiges mehr in den Fußraum. Alles andere bringen wir locker in dem großen Staufach, das sich an der Rückseite der Lehnen befindet, unter. Hierzu gibt es sogar einen passende Tasche, die wie die anderen Stoffteile im Familienbetrieb von Michelmobil gefertigt wird. Bei Regen lässt sich das Fach und ebenso die Kabine für die Kinder wasserfest verschliessen. Auch Daniel ist vom Fahrgefühl begeistert und schon bald haben mich die beiden abgehängt. Am Ziel unserer kleinen Reise angekommen spielen Noam und sein Papa munter um das Lastenrad herum Verstecken.

Tschüss Michel
Tschüss Michel 2.0

Wirklich schade, dass wir das Lastenrad nach dem Wochenende wieder bei Ahoi Velo abgeben müssen. Aber wir stöbern noch ein wenig in dem neuen Hamburger Laden am Schlump, der auf Cargo-Bikes spezialisiert ist und entdecken tolle Fahrradtaschen von Three legs and a model, ein Minilastenrad für Kinder und das Dolly-Bike, von dem
mir meine Freundin Mellie schon sehr begeistert erzählt hat. Ahoi Velo verleiht übrigens generell Lastenräder. Egal ob für den Familienausflug am Wochenende, für Besuch oder zum Testen vor dem Kauf. Schaut doch einmal im Laden vorbei, wenn Ihr in Hamburg seid und geht auf die Seite von Michelmobil, wo Ihr noch mehr Infos findet. Viel Spaß beim Stöbern!

Unsere Outfits: mein Baumwolltop mit Spitze ist von Zero, der asymmetrische Rock mit Lochmuster aus der aktuellen Kollektion von Tibi und die Sandalen von Birkenstock. Noam trägt einen Body von Petit Bateau, Sweat-Short von Zara und eine Schirmmütze mit UV-Schutz von Sterntaler. Daniels Shorts sind von American Apparel.