Wie man in der Stadt Gemüse anbaut

Letztens schien bei uns in Hamburg die Sonne. Und obwohl es dabei eisig kalt war, hatte ich das Gefühl als würde der Frühling mit schnellen Schritten um die Ecke biegen und urplötzlich verspürte ich das dringende Bedürfnis in unseren (neuen) Garten zu gehen und neues Leben zu pflanzen. Leider habe ich es dann zeitlich nicht geschafft und dann fing es auch schon wieder an zu schneien und wurde wieder so richtig ungemütlich und alle Pläne waren so schnell vergessen, wie sie aufgeploppt waren. Dennoch wird der Frühling mit Sicherheit irgendwann zu uns kommen, und damit wir dann gewappnet für die Gartengestaltung sind, habe ich mich einmal umgeschaut und geguckt, was sich in unserem Garten gut machen würde.

Da wir genügend Platz haben, möchten wir auf jeden Fall unser eigenes Gemüse anbauen. Leider ist der Boden, weil wir mitten im Zentrum Hamburgs leben und umgeben sind von großen Hauptverkehrsstrassen, nicht ohne Schadstoffe. Die Lösung sind in diesem Fall Hochbeete. Durch Zufall habe ich letztens bei Hellweg.de eins gefunden, dass sogar ein integriertes kleines Gewächshaus hat. Das hätte ich gern. Oder lieber zwei oder drei davon.912134.pngZum Glück haben wir einen kundigen neuen Nachbarn, der schon tatkräftige Hilfe beim Gärnern angekündigt hat. Seine Balkonerdbeeren hat er uns letztens schon an die Terassenbrüstung gehängt. Tausend Dank dafür, lieber Andi.

Da ich nun aber auch nicht völlig ahnungslos dastehen will, lese ich grad diese beiden Bücher übers Gärtnern:image1

Das Buch „Selbst angebaut“ von Marian Flint und Snor&Boot steht schon eine ganze Weile bei uns im Regal. Es bietet ganz einfache und wirklich gut verständliche Anleitungen zu dem Gemüseanbau auf kleinstem Raum. Im Fokus steht die Methode, mit der man in simplen Gemüsekisten, die man mit Gärtnerflies auskleidet, Gemüse, Kräuter und essbare Blumen ziehen kann. Angeblich muss man hierzu keinen grünen Daumen haben und darf vielmehr auch noch über zwei linke Hände verfügen. Genau dies werde ich auf die Probe stellen, denn bei mir gehen sogar Kakteen ein.

image2Zucchini werden es definitiv in unseren Garten schaffen. Mit der Obstkistenmethode und dieser detaillierten Anleitung dürfte es eigentlich kein Problem sein.

IMG_2206Das Aufmacherbild zu diesem Artikel habe ich frecherweise aus diesem Buch abfotografiert. Neben den Anbautipps gibt es nämlich auch noch Kochrezepte, die verraten was man mit dem eigenen Gemüse so leckeres anstellen kann. Mit dabei sind Zucchinispaghetti, Cowboysuppe, Möhrencheeseburger,Gazpacho und noch viel mehr. Die hübsche Blumenkette habe ich im Kapitel über essbare Blumen gefunden.

image3Im Buch „Urban Gadening“, von Lia Leendertz und Mark Diacono aus dem Knesebeck Verlag, werden einzelne Personen mit ihren ganz persönlichen Gartenprojekten portraitiert, die aus der Not eine Tugend gemacht haben und auch auf dem kleinsten Fleckchen Erde, zum Beispiel an Deck eines Hausbootes oder auf der Ladefläche eines Trucks, etwas herausholen. Da ist Ellen Hughes, die auf der Treppe zu ihrer Wohnung Kräuter, Geranien und Tomaten wachsen lässt…IMG_2208…und Anni Kelsey, die auf ihrem kleinen Fleckchen Erde sämtliche winterharte Gemüsepflanzen anbaut, die man sich vorstellen kann. Alles quer durcheinander. Neben diesen Einblicken in echte, kleine Paradiese, gibt es auch noch eine Menge Praxistipps um die richtige Aussat, das Düngen, Bewässern und, und und.

Schaut doch mal rein. Vielleicht bekommt Ihr ja auch Lust aufs Gärtnern.