#einegutetat

Give someone a hand

Der Onlineshop Wayfair, den ich letztens erst entdeckt habe und bei dem wir doch glatt einen tollen Tisch für unsere Küche gefunden haben, hat eine richtig gute Aktion gestartet. Blogger sind dazu aufgerufen über ihre persönlichen guten Taten zu berichten. Das tolle dabei: Für jeden Blogpost spendet Wayfair  €50,- an die Hilfsorganisation Habitat for Humanity. Diese hat es sich seit ihrer Gründung 1979 zur Aufgabe gemacht Wohnraum für Bedürftige in über 70 Ländern zu schaffen.

Für mich geht es beim Thema gute Taten nicht nur um die ganz großen, weltumspannenden Dinge, sondern vor allem um das, was wir im Kleinen, in unserem unmittelbaren Umfeld leisten können. Es reicht nicht Geld für Entwicklungshilfe, Flutopfer, Flüchtlinge etc. zu spenden, das ist auch wichtig, natürlich, aber was man dabei nicht vergessen sollte, sind die kleinen Augenblick in unserem ganz eigenen Alltag, in denen wir helfen können.

Schon als ich schwanger war, habe ich mich maßlos darüber geärgert wie rücksichtslos die Menschen in einer Stadt wie Hamburg mit einander umgehen. Niemand hat mir einen Platz angeboten wenn ich im Bus stand, überarbeitet und am End meiner Kräfte, da mein Bauch immer mehr und mehr zu tragen hatte. Nachdem ich aber einen kleinen Busunfall miterlebte, bei dem ein umschwenkender Kinderwagen nur haarscharf an meinem Babybauch vorbeischwang, gewöhnte ich mir an, nach einem Sitzplatz zu fragen, statt mich weiter über fehlende Empathie zu ärgern.Wer jetzt meint, es wäre dann mit Kind in der Manduca besser geworden irrt sich. Man schien einfach durch mich und Noam hindurchzugucken. Und ich erlebte mit, wie eine Mutter, die ihren einjährigen Sohn und somit ein schon wirklich schweres Kind in einem gerammelt vollen Regionalzug vor ihren Bauch geschnallt hatte, stehen musste. Niemand machte auch nur im geringsten Anstalten ihr einen Platz anzubieten.

Für eine aufgeklärte Gesellschaft, wie die unsere ist das doch wirklich ein Armutszeugnis!

Letztens habe ich dazu im Fernsehen einen Test mit versteckter Kamera gesehen. Es wurde diverse Situationen fingiert in denen Menschen auf Hilfe angewiesen waren. Eine Frau, die einen schweren Koffer zig Treppen hinauftragen musste. Ein Mann, der an einer belebten Strasse eine Autopanne hatte und versuchte seinen Wagen allein anzuschieben etc. Passanten danach gefragt, warum sie einfach weitergegangen wären, blieben meist völlig gleichgültig und ein Mann, der meinte, dass die Frau ja auch den Fahrstuhl hätte nehmen können, wäre nie auf die Idee gekommen, ihr diesen Tipp auch zu geben. Am wenigsten wurde bei der Autopanne geholfen. Und die Frau, die beherzt mit anpackte war auf dem Fahrrad unterwegs und hatte zusätzlich noch zwei radfahrende Kinder im Schlepptau.  Ich selbst versuche, vor allem verstärkt nach meinen eigenen Erlebnissen, im Alltag aufmerksam für die Nöte anderer zu sein. Ich helfe, wenn jemandem etwas herunterfällt, ich blieb bei der Frau, die im Bus umkippte und wartete mit ihr auf den Krankenwagen, ich greife zu wenn Not am Mann ist. Und ich denke, das ist unsere Pflicht als mündiger Bürger.

💞Man kann jeden Tag #eineguteTat vollbringen! 💞

Es ist gar nicht schwer. Durch diese Aktion sind übrigens mittlerweile schon €5000,- zusammengekommen. Wenn Ihr Blogger seid, macht doch auch mit. Dies geht noch bis zum 30. April.  Hier findet Ihr alle Infos.