Produkttest | Unterwegs mit dem Burley D’Lite

Burley D'Lite im Test

Vor ein paar Monate wurden wir gefragt ob wir nicht Lust hätten bei einem Bloggerprojekt mitzumachen. Das Unternehmen Burley, das Produkte anbietet, die Eltern und Kindern gemeinsame Erlebnisse im Grünen ermöglichen sollen, war auf der Suche nach naturverbundenen Familien. Da ich selbst, das ganze Jahr über Fahrrad fahre und Noam auch bei Regen auf dem Fahrradsitz hinter mir Platz nehmen muss, waren wir sofort Feuer und Flamme und entschieden uns im Rahmen des Projektes einen Fahrradanhänger zu testen. Zur Auswahl standen der D’Lite und der Solo.

Nun haben wir zwar (erst) ein Kind, aber da es ja auch sehr praktisch sein kann, wenn man mal das Nachbarskind oder einen von Noams Freunden mitnehmen kann, entschieden wir uns für das Modell D’Lite, einen sehr leichten und vor allem extrem leichtgängigen Zweisitzer.IMG_2410-webEin paar Wochen später wurde das gute Stück geliefert und von Daniel ruckizucki aufgebaut. Kein Fluchen, kein Jammern war zu hören, von daher gehen ich davon aus, dass der Aufbau wirklich einfach ist. Will man den Anhänger platzsparend lagern, muss man nur die Räder abnehmen und in zwei weiteren Handgriffen ist das Gefährt zusammengelegt. Praktisch, wenn im Herbst das Wetter eh nicht mehr zu ausgiebigen Fahrradtouren einlädt.

Auch jetzt im Frühjahr war das Wetter bis vor kurzem so schlecht, dass wir unsere lang ersehnte erste Radtour mit dem neuen Gefährt immer wieder verschieben mussten. Letzten Sonntag war es aber dann endlich so weit. Gemeinsam mit unseren Nachbarn Andi und seiner Tochter Benita ging es los. Mama Isabela kam mit der kleinen Tochter Johanna mit dem Auto nach und brachte praktischerweise eisgekühlte Getränke mit, die wir uns nach der langen Tour redlich verdient hatten 😉🍻🍉.

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Es braucht nur einen kleinen Adapter, um den Anhänger sicher an Daniels geliebtem Fahrrad von Achilles zu befestigen.

Unser Ziel waren die Boberger Dünen, die größten Sandkiste Hamburgs, wo ich mit dem Fotografen Dominic Rose vor einiger Zeit mal ein cooles Kindershooting realisiert habe und unbedingt wieder hinwollte. Auf der Hinfahrt fuhren wir ein wenig umständlich. Meine Einwand, dass wir einfach nur die Eifflerstrasse entlangfahren müssten, wurde ignoriert und so führte uns der Weg größtenteils durch Industriegebiete. Aber auch ein paar sehr spannende und idyllische Ecken. Vorbei an der Gedenkstätte Bullenhuser Damm, die einen Abstecher wert ist, wenn man starke Nerven hat. Als Daniel und ich letztes Jahr dort waren, hatten wir keine Klöße, sondern dicke fette Germknödel im Hals. Zu nah gehen einem die Schicksale der kleinen Kinder, die dort kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs nach medizinischen Tests umgebracht wurden. IMG_2418-web

Glücklicherweise lenken uns eine idyllische Schrebergartensiedlung von den grauen Gedanken gleich wieder ab. Vorbei ging es noch am Tierheim Süderstrasse und am Freibad Billstedt. Und nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir endlich am Ziel. Während ich die Fahrt ohne ein 10Kilo-Kind hinter mir sehr genoss, musste Daniel mehr ackern als sonst, da so ein Anhänger natürlich ein guter Windfänger  und der Widerstand, den er bietet, nicht  zu verachten ist. Zudem konnten wir im Gepäckfach hinter Noams Sitz alles verstauen, was wir so brauchten: die perfekte Wickeltasche, Snacks und Wasser für die Fahrt, unsere Picknickdecke, einen Ball und noch einiges mehr. Übrigens war Noam beim allerersten Versuch ihn auf einem der Sitze anzuschnallen gar nicht begeistert. Er wehrte sich mit Händen und Füßen. Nachdem Daniel ihm aber gezeigt hatte, dass man mit dem vermeintlichen „Ungeheuer“ fahren kann, war er bereit sich die Sicherheitsgurte anlegen zu lassen. Ich denke, auch die gute Federung trägt ihren Teil dazu bei, dass Kinder sich im D’lite wohl fühlen.IMG_2426-webDer Weg führte durch ein wunderschönes Landschaftsschutzgebiet, in dem zum einen auch der Boberger See liegt und in dem es zum anderen, Kühe gibt. Ein kleines erstes Highlight für unsere beiden Kids.

Nur noch fünf Minuten Fahrt und wir sollten das Ziel unserer Träume endlich erreichen.IMG_2480-webDie Boberger Dünen, in denen man das Gefühl hat, man wäre am Meer. Mit dem Unterschied, dass es dort gar kein Wasser gibt und auch der an der See so häufig kalte Wind fehlt. Daniel und Noam spielten erste einmal eine Runde Fußball, während wir anderen es uns im Schatten der zahlreichen Birken gemütlich machten. Was in den Biberger Dünen besonders toll ist – da waren wir Eltern uns alle einig – die Kinder können ganz ungestört butschern gehen. Man hat sie immer im Blick und im zuckerweichen Sand kann wirklich nichts passieren. Ganz im Gegenteil. Man kann sich herrlich einfach reinfallen und die Seele baumeln lassen.

Ich weiß gar nicht mehr, wie lang wir dort waren. Ein paar unbeschwerte Stunden dürften es gewesen sein. Die Zeit verging wie im Flug und auch wir Eltern hatten das Gefühl, uns endlich einmal erholen zu können. Auf Spielplätze müssen wir unseren fast zweijährigen Kindern ja immer viel hinterherrennen und gucken, dass sie sich nicht vom Klettergerüst oder einer Schaukel stürzen. Hier, in diesem Ausflugsparadies, muss man das nicht! Großartig. Wir fahren bestimmt bald wieder hin. IMG_2619-webGlücklicherweise entdeckten wir auf unserem Rückweg die Beschilderung eines Fahrradwanderwegs, der uns zurück nach Hause, in die Hamburger City führen sollte. Für alle, die diesen Weg selbst einmal fahren: haltet Euch stupide an die Beschilderung. Sie stimmt. Und es fehlen, anders als wir zwischenzeitlich dachten, auch keine Schilder. Man muss nur dir Augen aufhalten und sich nach ihnen richten, dann ist man nach ca. einer 3/4 Stunde in der Innenstadt.

Build a legacy, das 7 x 7 Bloggerprojekt

Kennt ihr den: Was ist 7×7? …..haha, nein, nicht feiner Sand, wobei dies beim unserem Ausflugsziel natürlich hervorragend passen würde. Nein, es ist das Bloggerprojekt von Burley, an dem wir teilnehmen und in Rahmen dessen dieser Beitrag entstand. Burley geht es darum ein Vermächtnis für unsere Nachkommen zu schaffen und ihnen die Liebe zum Fahrradfahren und der Natur mit auf den Weg zu geben. Ganz nach dem Motto „Da draußen gibt es keine Hürden  – sondern nur den weiten Horizont,“ werden wir Euch die Sommer über noch weitere schöne Draußen-Erlebnis mit unserem D’Lite präsentieren 🚲💨.

Wer die anderen sechs bloggenden Mamas (und Papas) sind? Na, die hier:

Alles in klein

Familie Motte

Die kleine Botin

In my life – Blog

Maison Pazi

Mun ’n More

Wir freuen sehr, dass wir Teil dieses schönen Projektes sind. Alles Liebe von Daniel, Noam und Susanna 💞👪 💞.